Schloss Sandersdorf

Schloss Sandersdorf nahe Altmannstein im Naturpark Altmühltal grenzt unmittelbar an den Köschinger Forst. Die ursprüngliche Burg aus dem 12. Jahrhundert war Sitz der Herren von Sandersdorf. Brandschatzungen und Verwüstungen bestimmten wiederholt das Schicksal der über dem Schambachtal thronenden Festung. 1676 erwarb Dominikus de Bassus, Ingolstädter Professor der Rechte, die Vierflügelanlage, die im Jahr 1900 vom Münchner Architekten Gabriel von Seidl teilweise erneuert wurde.

Das Schloss galt als eine Hochburg der Illuminaten. Diesem Geheimbund gehörten prominente Künstler, Wissenschaftler und Gelehrte an, unter ihnen auch Goethe, Herder und Knigge. An die Zusammenkünfte des mächtigen Ordens erinnert eine Räumlichkeit im Schloss mit diversen Medaillons, unter anderem mit der Eule als Symbol der Weisheit und der Sonne als Zeichen der Erleuchtung. Das Torhaus und die Schlosskapelle krönen Zwiebeltürme. Zur Ausstattung der Schlosskapelle gehören unter anderem ein Kruzifix der Ignaz Günther Schule und ein romanisches Tympanon, eine dreieckige Giebelfläche mit figürlichem Dekor an der Außenseite.

Das Schloss und die dazugehörige Waldfläche erwarb der Wittelsbacher Ausgleichsfonds von der Freiherrenfamilie de Bassus im Jahr 2008.