
König Ludwig II. ist wohl die bekannteste und schillerndste Figur der bayerischen Geschichte. Seine Regentschaft brachte Schlösser und Gärten, Mythen und Legenden hervor und fand schließlich in dem wohl berühmtesten ungeklärten Todesfall Bayerns sein Ende, der bis heute zu Spekulationen verleitet. Verschuldet, einsam und als psychisch krank beurteilt starb Ludwig am 13. Juni 1886 zusammen mit dem Psychiater Dr. Bernhard von Gudden im Starnberger See. Nun widmet das Museum Starnberger See in Starnberg den letzten vier Tagen des Königs eine neue Präsentation (14.06.2026-14.06.2031).
Als Monarch stand König Ludwig II. zwischen Epochen und Welten, war gespalten zwischen fantastischen Inszenierungen und Illusionen auf der einen und der profanen politischen Wirklichkeit auf der anderen Seite. Zerrissen zwischen intimen Sehnsüchten und gesellschaftlichen Normen suchte er zunehmend die Einsamkeit und ging auf Abstand zu Menschen und der Welt. Doch wie entwickelte sich daraus die Tragödie seines Todes? Was waren die biografischen und politischen Voraussetzungen? Was ist jenseits mündlicher, bis heute lebendiger Überlieferungen bekannt über die letzten Tage des Königs?
In einem Prolog zur Biographie des Wittelsbachers sowie wichtigen Entwicklungen in Bayern, je einem Kapitel zu den vier letzten Tagen und einem Epilog zu den Geschehnissen unmittelbar nach dem Tod des Königs beleuchtet die wie ein theatrales Drama inszenierte Präsentation die Geschichte. Eingehende, profunde Aktenrecherchen des Ausstellungteams – insbesondere im Geheimen Hausarchiv – führten zu einer objektiven Darstellung der Ereignisse, die „Fake-News“ keinen Raum bietet.
Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds hat die Präsentation mit Bildmaterial und einer Dreherlaubnis in und an der Votivkapelle in Berg unterstützt.
