Historisches Mobiliar auf Schloss Villa Ludwigshöhe

Schloss Villa Ludwigshöhe nach der Renovierung mit Möbeln von Christian Niederhöfer aus dem Eigentum des WAFs, 2025, Foto: © Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz / Elisa Fischer

Die Verbindung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds zu Schloss Villa Ludwigshöhe, das am 29.8.2025 nach langjähriger Renovierung wiedereröffnet wird, mag überraschen. Das klassizistische Schloss oberhalb des pfälzischen Edenkoben – nach Plänen der Architekten Friedrich Wilhelm von Gärtner und Leo von Klenze errichtet – war 1852 fertiggestellt. König Ludwig I. von Bayern hatte es in Auftrag gegeben, der es gerne und vielfach als sein Sommerdomizil nutzte. Auch seine Nachfahren reisten immer wieder in die Pfalz, so soll etwa Kronprinz Rupprecht der Villa jährlich einen Besuch abgestattet haben.

1923 wurde das Schloss mit dem Übereinkommen zwischen dem Freistaat Bayern und dem ehemaligen bayerischen Königshaus dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds übereignet, der es schließlich 1975 dem Land Rheinland-Pfalz verkaufte.

Doch ein Großteil des Mobiliars verblieb im Eigentum der Stiftung und steht seitdem als Dauerleihgabe im Schloss der Öffentlichkeit zur Verfügung. Darunter befinden sich zahlreiche Nussbaum-Möbel aus der Erstausstattung der Schreinerwerkstatt Christian Niederhöfer in Edenkoben. Besondere Stücke wurden in den frühen 1950er Jahren in die Pfalz transferiert. Hier handelt es sich um wertvolles Mobiliar nach Entwürfen Leo von Klenzes, das ursprünglich für die Residenz München gefertigt wurde. Mit über 90 Dauerleihgaben wird also weiterhin die enge historische Verbindung zwischen Bayern und Pfalz erlebbar.

Weitere Informationen

Pressemitteilung

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.