
Der Titel der Ausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv „Max I. Joseph und die Frauen“ führt vielleicht zunächst auf eine falsche Fährte, denn Max I. Joseph wird hier nicht als „Frauenheld“ vorgestellt. Der bayerische König, dessen Leben und Wirken in eine der größten politischen Umbruchsphasen in Europa fiel, war zwar umtriebig, aber er war insbesondere auch ein passionierter Familienmensch, wie die Ausstellung zeigt (14.10.-19.12.2025).
Aus seiner ersten Ehe mit Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt gingen vier Kinder hervor, acht aus seiner zweiten Ehe mit der badischen Prinzessin Karoline. In der Ausstellung werden aber nicht nur die beiden Ehefrauen sowie die insgesamt acht Töchter vorgestellt, sondern auch zahlreiche weitere Frauen aus dem Familienkreis, die eine wichtige Rolle für ihn spielten.
Mit diesem speziellen Fokus erinnert die Ausstellung anlässlich des 200. Todestages von Max. I. Joseph an den ersten bayerischen König. Aber auch die Anfänge religiöser Toleranz – beide Ehefrauen waren evangelisch – sowie die Förderung der zeitgemäßen Mädchenbildung, die nach französischem Vorbild in die Gründung des heutigen Gymnasiums Max-Josef-Stift mündete, werden thematisiert.
Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds unterstützt die Ausstellung mit über 70 wertvollen Dokumenten aus dem Geheimen Hausarchiv, darunter Briefe, Gedichte, Zeichnungen, Urkunden, Verträge u.v.m., sowie mit zwei Gemälden aus der eigenen Sammlung. Auch das berühmte, sogenannte Wittelsbacher Album wird als Digitalisat in Gänze zu sehen sein.
Eine Ausstellung der Staatlichen Archive Bayerns in Kooperation mit dem Gymnasium Max-Josef-Stift, zu sehen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Ludwigstraße 14.
