
Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF) ernennt Christian Heidinger (39) zum neuen Leiter des Königlichen Schlosses Berchtesgaden. Heidinger übernimmt die Aufgabe zum 01. Juli 2026 von Guido Burkhardt, der mehr als dreißig Jahren diese Verantwortung ausübte.
Heidinger ist der erste gebürtige Berchtesgadener, der diese Verantwortung für das Schloss erhält. Er ist bereits seit 2022 für den WAF in Berchtesgaden tätig, und bringt ein breites berufliches Wissen und tiefe regionale Verbundenheit in die Rolle. Sein Aufgabenfeld wird neben der allgemeinen Verwaltung die Verantwortung für das Schlossmuseum und das angrenzende Rehmuseum beinhalten.
Michael Kuemmerle, Vorsitzender der Geschäftsführung des WAF sagt: „Wir freuen uns, dass wir mit Christian Heidinger einen qualifizierten Fachmann mit professioneller Führungserfahrung berufen können.“
Und Kuemmerle fährt fort: „Im Namen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds danke ich Guido Burkhardt für seine herausragende Tätigkeit als Leiter des Königlichen Schlosses. Er hat über Jahrzehnte das Königliche Schloss Berchtesgaden wesentlich geprägt.“
Heidinger wurde umfassend im Berufsfeld Holztechnik ausgebildet. Im Familienunternehmen und in der Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain GmbH konnte er weitere wertvolle Expertise für seine neue Aufgabe sammeln.
Das Königliche Schloss hat einen besonderen Platz im Herzen der Wittelsbacher.
Das Schloss Berchtesgaden wurde seit 1818 vom damaligen bayerischen Königshaus als Jagdschloss genutzt. Kronprinz Rupprecht von Bayern wählte es zu seinem Wohnsitz und lebte hier mit seiner Familie von 1922 bis 1933. Die reichhaltige Ausstattung des Schlosses mit Kunstwerken ist ihm zu verdanken. Noch heute nutzt der Chef des Hauses Wittelsbach, S.K.H. Herzog Franz von Bayern, das Schloss als Sommerresidenz. Renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden immer wieder zu den Berchtesgadener Gesprächen eingeladen.
Seit 1923 ist das Schloss im Eigentum des Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF). Bereits Kronprinz Rupprecht machte Teile des Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich. Deren Besichtigung ist mit einer Führung möglich und umfasst derzeit 30 von insgesamt 214 Räumen, die Rupprecht mit originalen Möbeln, Tapisserien und Gemälden aus der jeweiligen Epoche ausgestattet hatte. Drei Rüstkammern zeigen Jagdgewehre und -pistolen aus drei Jahrhunderten sowie Saufedern, Hellebarden, Partisanen und Rüstungen
Im Jahr 2026 jährt sich die offizielle Eröffnung als öffentlich zugängliches Museum zum 100sten Mal.
