Die ägyptische Statue des Bakenchons – Neue Erkenntnisse

Statue des Bakenchons, Neues Reich, 18. Dynastie, um 1320 v. Chr., wiederverwendet: Dynastie, um 1220 v. Chr., Kalkstein, Inv. Nr. Gl. WAF 38, Wittelsbacher Ausgleichsfonds, ausgestellt im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst

Während der Renovierung des Berliner Pergamon-Museums wurde ein beschädigter Abguss der Münchner Statue des Bakenchons – heute Eigentum des Wittelsbacher Ausgleichsfonds – in den Kellern aufgefunden. Seine Rekonstruktion in der Gipsformerei Berlin löste eine Wertediskussion aus und führte zur Beschäftigung mit dem Zustand des Originals zum Zeitpunkt der Abformung. Damals befand sich die Skulptur noch in der Münchner Glyptothek. Die Herstellermarke am Abguss und ein 3D-Scan des Originals helfen heute bei der Provenienzforschung.
Martin von Wagner erwarb 1821 im römischen Kunsthandel für Kronprinz Ludwig von Bayern die berühmte Würfelfigur – eine stark abstrahierte Darstellung eines hockenden Priesters. Sie war drei Jahre zuvor im großen Amuntempel von Karnak aufgefunden worden und kurzzeitig Teil der Sammlung Bernardino Drovettis. Im Inschriftentext wendet sich Bakenchons in einer Passage direkt an die nachfolgenden Generationen und gibt eine detailreiche Aufzählung all der Ämter, die er im Laufe seines Lebens bekleidet hatte.

Dr.-Ing. Wolfgang Schwan, Spezialist für Herstellermarken an Abgüssen antiker Skulpturen, wird über die neusten Forschungen aufgrund des Berliner Abguss-Fundes referieren.

Ort: Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Arcisstraße 16, 80333 München

Zeit: Dienstag, 23.1.2024, 18.15 Uhr

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